31-07-21 08:16:00,
Max van der Werff ist ein niederländischer investigativer Journalist, der seit 2014 zum Abschuss von MH17 über dem Donbass recherchiert und viele Unwahrheiten in der vom Westen verbreiteten Version des russischen Abschusses der malaysischen Boeing aufgedeckt hat. Das wird in den Niederlanden nicht gerne gesehen.
Ich arbeite gerade an Artikeln zu dem Themenkomplex „Opposition in Russland." Der Grund ist, dass der Spiegel derzeit viel Wind um einen russischen Blogger namens Dobrochotow, besser bekannt als The Insider, macht. The Insider ist Partner des Spiegel und vor allem von Bellingcat, darüber habe ich schon mehrmals ausführlich berichtet.
The Insider ist angeblich die Quelle der Wahl, wenn es um russische Datenbanken geht. Und wenn der Spiegel seine „gemeinsamen Recherchen" mit Bellingcat und The Insider über die angebliche Vergiftung Nawalnys oder der Skripals, den Tiergartenmord oder eben MH17 veröffentlicht, dann steuert The Insider der Legende zufolge Informationen aus russischen Passdatenbanken und was nicht sonst noch alles bei. Diese Daten zu beschaffen, ist auch in Russland illegal, weil man dazu staatliche Computer hacken oder sich die Informationen auf dem Schwarzmarkt kaufen müsste. Die Tatsache, dass der russische Staat trotzdem bisher nicht gegen The Insider vorgegangen ist, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass er diese Daten nicht besorgt hat. Wahrscheinlicher ist, dass sie entweder frei erfunden sind, oder dass Bellingcat und der Spiegel sie von westlichen Geheimdiensten bekommen.
In den letzten Tagen hat der Spiegel mehrmals über Dobrochotow berichtet, weil nun seine Wohnung durchsucht wurde. Der Grund ist eine Anzeige wegen Verleumdung, die der niederländische Journalist Max van der Werff gegen Dobrochotow in Russland gestellt hat. Ich werde in den nächsten Tagen ausführlich darüber berichten und die Spiegel-Artikel sezieren.
Ausländische Agenten
Unter anderem beklagt der Spiegel immer wieder, dass Russland The Insider als ausländischen Agenten eingestuft hat. Das sollte aber niemanden wundern, denn Dobrochotow hat selbst in einem Spiegel-Interview freigiebig gesagt, dass er mit mindestens 10.000 Dollar monatlich aus dem Westen finanziert wird.
Das von den westlichen Medien so heftig kritisierte russische Gesetz über ausländische Agenten ist keine russische Erfindung. In den USA gibt es bereits seit 1938 das FARA-Gesetz (Foreign Agents Registration Act). Es soll ausländische Einmischungen in die Politik der USA verhindern. Nach dem Gesetz drohen jedem,
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